Praxis für Psychotherapie und Hypnose München

Die Kunst, Herz und Verstand in Einklang zu bringen

Sportsucht: Therapie und Hilfe

Sportliche Betätigungen und Fitness können sehr viel Spaß machen und sind obendrein unerlässlich für eine ausgewogene Gesundheit. Doch wie mit allem im Leben, so ist es auch hier wichtig, das richtige Maß finden und die richtigen Beweggründe zu haben.

Die Sportsucht definiert sich durch zwanghaftes Ausüben sportlicher Aktivitäten, die mit Kontrollverlust und Toleranzentwicklung einhergehen und die eigentliche, dahinterliegende Motivation ein Gewichtsverlust und gesteigertes Gefühl von Selbstvertrauen ist.

Durch die wachsende Toleranzentwicklung nimmt jedoch die Befriedigung des Trainings zunehmend ab, sodass die Intensität und Dosis stetig gesteigert werden. Der Alltag wird vom Trainingsplan bestimmt. Dabei ignorieren Sportsüchtige in der Regel körperliche Signale von Überlastung, wodurch es zu schweren Verletzungen kommen kann.

Entzugssymptome, wie innere Unruhe, Gereiztheit, der Drang sich bewegen zu müssen, Kopfschmerzen, Nervosität, Aggressivität, innere Unruhe und Getrieben sein, machen sich bereits nach 24 bis 36 Stunden ohne Sport bemerkbar.
Auch Spitzensportler trainieren täglich viele Stunden, doch der Unterschied liegt darin, dass Sport ihre Berufung ist und keinem zwanghaften Verhalten entspringt.

Etwa 4,5 Prozent aller Ausdauersportler, darunter vor allem die jüngeren, sind sportsuchtgefährdet.
Nicht selten liegen die Sportsucht und Essstörungen eng beieinander, vor allem die Magersucht und Bulimie. Aber auch Angststörungen, Depressionen, Zwänge und Borderline PS können die Sportsucht begleiten.

Von Sportsucht betroffene ordnen Partnerschaft, Familie, Beruf und Hobbies dem Sport unter, sodass das soziale Umfeld und Angehörige unter dem Suchtverhalten leiden und es zu Streit in der Partnerschaft und Rückzug im Freundeskreis kommen kann.

Da trotz Leiden meist keine Krankheitseinsicht besteht, kommen die Impulse für eine Therapie dennoch oft aus dem sozialen Umfeld.

Wie die anderen Verhaltenssüchte auch, so ist die Sportsucht (wie Burnout auch) jedoch bisher keine schulmedizinisch anerkannte Erkrankung.

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